Nach neun Jahren endlich Pokal geholt

Beim Neujahrsturnier der Cottbuser Radballer triumphieren im B-Turnier Pannach und Noack nach langer Wartezeit

Für das Neujahrsturnier um den „Pokal der Sparkasse Spree-Neiße“ konnte der Lausitzer Radsportverein wieder zahlreiche Mannschaften aus Sachsen und Brandenburg gewinnen. Vincent No ack und Mathias Lucas vom LRV Cottbus hatten nach zwei Pokalsiegen den Hattrick im Visier, landeten diesmal aber auf Rang drei hinter Löbau und Ludwigsfelde. Dafür gewannen nach neun Jahren ohne Gesamtsieg Lutz Pannach und Gerold Noack mal wieder den großen Pokal auf dem zweiten Spielfeld im Turnier der Landesliga-Klasse. Traditionell fanden parallel auf zwei Spielfeldern zwei Turniere statt. In der Leistungsklasse bis zur Oberliga spielten die Mannschaften zunächst in zwei Staffeln, anschließend Halbfinals und das Finale. Auf dem zweiten Parkett der Städtischen Sporthalle in der Jahnstraße/Ecke Zimmerstraße spielte Jeder gegen Jeden und zum Abschluss der Erste gegen den Zweiten das Finale. Im Hauptturnier gewannen die Männer aus Ludwigsfelde die Staffel A vor der Spielgemeinschaft Spremberg/Cottbus. Die Staffel B dominierten die Löbauer klar vor Cottbus 1 mit Lucas/Noack. Damit standen die Halbfinals fest. Ludwigsfelde und Cottbus – sonst gleichstarke Gegner und Tabellennachbarn in der Oberliga – wussten um die Stärken und Schwächen der anderen Mannschaft. Auf Sicherheit bedacht, betont defensiv begann das Spiel mit einem mageren 1:1-Resultat zu Halbzeit. Gelegentliche Angriffsexplosionen brachten in der zweiten Hälfte spannende Torszenen, aber gar kein Tor. Das 1:1 am Ende der Spielzeit erzwang die Verlängerung. Im ersten Spielzug der Verlängerung erzielte Cottbus mit einem Überraschungsangriff die schnelle 2:1-Führung. Die Ludwigsfelder Männer drückten auf den 2:2-Ausgleich, der ebenfalls schnell gelang. Doppelpässe, Angriffe und Gegenangriffe im schnellen Wechsel brachten aufregende Spielszenen für Spieler und Zuschauer, Pfostenschüsse und andere Torchancen und endlich Tore. Nach Chancen ausgeglichen, vielleicht sogar mit leichten Vorteilen für die Cottbuser, verloren Lucas/Noack mit 3:4 Toren nach Verlängerung. Schade – ein Strafstoßschießen wie im Vorjahr wäre als Turnierhöhepunkt ein noch größerer Nervenkitzel gewesen. Das andere Halbfinale gewannen die Löbauer gegen die Spielgemeinschaft Spremberg/Cottbus mit LRV-Mann Mario Bossan am Ende ebenfalls knapp mit 6:4 Toren. So war klar – kein Cottbuser steht im Finale dieses Turniers. Das Finale Löbau gegen Ludwigsfelde begeisterte auch ohne Cottbuser Beteiligung alle Radballfans. Acht klasse herausgespielte Tore brachten mit 5:3 erstmals den Turniersieg für Löbau. Das dritte Cottbuser Duo mit Aaron Schulrath und dem Jüngsten des LRV im Männerbereich, Franz Miltz, schlug sich achtbar, musste mit Platz 7 am Ende  aber Lehrgeld zahlen. Beste Spiele zeigten Miltz/Schulrath beim 3:4 gegen Brandenburg und 2:5 gegen Luckau. Beim Turnier auf der zweiten Spielfläche gab es nicht weniger Spannung und nicht weniger Tore zu sehen. Im Landesligabereich geht es nur nicht so schnell zu und die Torschüsse sind nicht ganz so scharf. Mit drei gewonnenen Spielen, zwei Remis und einer Niederlage schafften es Pannach/Noack gerade noch in das Finale gegen das zweite Cottbuser Duo Alexander Koch und André Koch, die ebenfalls bereits ein Vorrundenspiel verloren hatten. Genau wie im Finale der Oberligateams stand es am Ende 5:3. Lutz Pannach und Gerold Noack gewannen nach neun Jahren wieder ein Neujahrsturnier in eigener Halle. „Das heutige Turnier war ein gelungenes Sportereignis“, freute sich Lutz Pannach, Spieler, Trainer und Vereinsvorsitzender in einer Person. 2020 steht dann das Jubiläumsturnier ins Haus.